Verbundenheit trotz Kommunikationsbarriere.
Gehörlosen Menschen fehlt oft das Gefühl der Verbundenheit mit anderen und die Teilhabe am sozialen und kommunikativen Austausch. Digitale Technologien können Barrieren zwischen Hörenden und Gehörlosen abbauen und die Kommunikation in beide Richtungen unterstützen.
Ein Notruf in Gebärdensprache.
Im Projekt BIGEKO entsteht ein System, das Hörenden und Gehörlosen barrierefreie Kommunikation ermöglicht. Als praktisches Anwendungsszenario dient die Notrufübermittlung: Nutzende sollen per Gebärden einen Notruf absetzen und eine Verbindung zur Rettungsleitstelle aufbauen.
Bei einem simulierten Notruf werden Gebärdenerkennung, -übersetzung und -animation erforscht. Das System übersetzt die Gebärden für die Leitstelle in gesprochene Sprache — und visualisiert umgekehrt die gesprochenen Antworten. So stärkt BIGEKO Vertrauen, Sicherheit und Lebensqualität gehörloser Menschen.
Emotionen in Gebärden erkennen.
Zur Erfassung von Gebärden kommen Kamerasysteme zum Einsatz, die neben Gesten auch gezeigte Emotionen erkennen. So entsteht ein Echtzeit-Übersetzungssystem für Gebärdensprache, das mittelfristig zu einem interaktiven Webservice weiterentwickelt werden kann.
Charamel koordiniert das Verbundprojekt gemeinsam mit Yomma, Centigrade, dem DFKI, der Universität Augsburg und der Universität zu Köln.
